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Frau stirbt nach Messerangriff

Sonntag, 30.04.2017

Vor den Augen ihrer Kinder ist eine Frau im bayerischen Prien am Chiemsee niedergestochen und tödlich verletzt worden. Ein zufällig anwesender Polizist und mehrere Passanten hätten den Angreifer am Samstagabend überwältigt, teilte die Polizei mit. Der 29 Jahre alte Mann wehrte sich demnach heftig, wurde aber dennoch festgenommen.

Der Mann war gegen 18.45 Uhr vor einem Supermarkt im Ortsgebiet auf die Frau losgegangen, die gemeinsam mit ihren Kindern unterwegs war. Die beiden fünf und elf Jahre alten Kinder sahen die Tat mit an und wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Sie seien vorläufig in Obhut genommen worden, berichtete die Polizei. Ihre Mutter erlag noch im Laufe des Abends ihren schweren Verletzungen.

Die Hintergründe der Tat und die Beziehung zwischen Opfer und Angreifer, beide Afghanen, waren zunächst unklar*. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen eines Tötungsdelikts.

PRIEN/CHIEMSEE. Im Fall der erstochenen Fatima S. in Prien am Chiemsee prüft die Polizei Christenhaß als mögliches Mordmotiv. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber der JUNGEN FREIHEIT entsprechende Ermittlungen. Zeugen zufolge war das Opfer bereits vor mehreren Jahren zum Christentum konvertiert.

Die 38 Jahre alte Afghanin, die seit rund sechs Jahren in Deutschland lebte, war am Samstag von einem Landsmann vor einem Supermarkt getötet worden. Die vierfache Mutter kam gerade mit ihren beiden jüngsten Kindern von einem Einkauf, als sie von einem 29 Jahre alten Asylbewerber angegriffen und tödlich verletzt wurde. Der Mann wurde noch am Tatort von Passanten und einem zufällig anwesenden Polizisten überwältigt.

„Meine Schwester mußte sterben, weil sie Christin wurde“

Ein Feuerwehrmann faßt gegenüber chiemgau24 Zeugenberichte zusammen, demnach der Mörder Fatima S. aufgelauert habe. „Er sei dann von hinten auf die Frau los, habe ihr in den Kopf gestochen und die Kehle durchgeschnitten.“ Der Mann habe dann „wie in Trance“ weiter auf sein Opfer eingestochen. „Eine unfaßbar grausame Bluttat!“ Laut Polizei mußten die beiden 5 und 11 Jahre alten Kinder den Mord mit ansehen. Ihre Mutter erlag noch am Abend den schweren Verletzungen.

Die Schwester von Fatima S., Somi A., ist von einem christenfeindlichen Motiv des Täters überzeugt. Demnach habe sich die Afghanin bereits vor acht Jahren evangelisch taufen lassen. „Meine Schwester mußte sterben, weil sie Christin wurde“, sagte sie der Bild. Der Mann habe von ihrer Konversion gewußt. „Er hat sie auf dem Weg zur Kirche gesehen.“ Der Mörder habe seine Tat vorher angekündigt, sagte Somi A. „Er war wütend, weil er abgeschoben werden sollte.“ Der Afghane lebte in einem Asylbewerberheim.

Beziehung mit einem Deutschen

Inwieweit sich Täter und Opfer kannten, sei jetzt Gegenstand von Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher der JF. „Die Afghanen in Prien kennen sich alle.“ Gerüchte über eine mögliche Beziehungstat wies der 20 Jahre alte Sohn des Opfers, Peyman S., zurück. „Man hat sich gegrüßt, mehr nicht“, sagte er der Bild.

Nach einem Bericht des Oberbayerisches Volksblatts sei die Frau seit mehreren Jahren von ihrem 50 Jahre alten Ex-Ehemann geschieden. Vor zwei Wochen habe sie eine Beziehung mit einem Deutschen aus Rosenheim begonnen. Der Einkauf im Supermarkt war für ein gemeinsames Abendessen in der Wohnung der Frau bestimmt. (FA/ls)
Tags: the great replacement
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