le_trouver (le_trouver) wrote,
le_trouver
le_trouver

"Warum, frage ich mich bisweilen, haben so viele "Rechte" ausländische Frauen?

Und zwar aus aller Herren Länder; allein in meinem weiteren persönlichen Umfeld gibt es als Gattinnen bzw. Gefährtinnen je eine Iranerin, Russin, Italienerin, Ukrainerin, Japanerin, Schwarzafrikanerin, Slowakin...

Die naheliegendste Erklärung besteht darin, dass diese Bösewichte wenig Lust verspüren, sich von einer biodeutschen Akademikerin anzuhören, was sie für ihren Rechte hält, welche politischen Ansichten sie für opportun erachtet, wie schlimm Deutschland ist, welche Selbstverwirklichungsambitionen ihrem Kinderwunsch im Wege stehen, welche Nahrungsmittelunverträglichkeiten sie gerade plagen, dass sie kein Sexobjekt ist etc. pp. Eine weit pikantere, aber hochumstrittene Deutung läuft darauf hinaus, dass der Sexist erst dann zu wirklicher Spitzenform aufläuft, wenn er zugleich Rassist sein darf; nach dieser Theorie wäre, um ein Beispiel zu nennen, ein Antisemit ohne jüdische Ehefrau eine ziemliche Pfeife und könnte gleich zu den Grünen gehen.

Am besten gefällt mir freilich die Erklärung von Michel Houellebecq, der meint, ethnisch-kulturell gemischte Liebesbeziehungen seien deswegen erfolgreich, weil immer eine gewisse Sprach- und Verständnisbarriere zwischen den Partnern bleibe, man sich deshalb emotional näher sei als geistig-intellektuell und manch Konfliktstoff aus Gründen des Lost in translation einfach nie zur Austragung komme."


mk
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