January 28th, 2012

le_trouver

(no subject)

Когда бы хорошо мне было?
Так, чтобы радость полонила
Так, чтобы сумрак отступил
От видимых и вышних сил...

Пожалуй, это был тот час,
Когда наш вождь бы обнял нас
Сказав: "ребята, время всё
теперь пролИлося  дождём,
исчезнув в торопливой мгле,
тоске, зле, зависти золе,

теперь мы не должны бежать, мы прибежали уж, назначь
себе ты, каждый, миг един,
когда ты  - вдруг - непобедим.

мы тут, так вот, скинь ношу с плеч
и обнажи спокойно меч,

мы так хотели этот плен
разбить
." сказал нам Фритигерн.

Мы вышли с радостью на смерть
И смерть та, отступив от нас,
Взяла тирана в свою сеть,

Смерть не бывает неправа.

le_trouver

М. К.

26. Januar 2012

Einer Forsa-Umfrage zufolge wissen 21 Prozent der unter-30-Jährigen nicht, was sich hinter dem Begriff "Auschwitz" verbirgt. Vielleicht haben sie aber auch bloß die Frage nicht verstanden.



25. Januar 2012
Der Bundespräsident hat eine Rede zum 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen gehalten. Darin lobte er unter anderem die tolerante Einwanderungspolitik Preußens. Das stand schließlich irgendwie in Zusammenhang mit seiner Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland. Über das preußische Dienst-Ethos dagegen – im Idealfall verwendete ein friderizianischer Beamter einen Bleistift für die dienstliche, einen separaten für die private Korrespondenz – sprach Wulff nicht.

Wie recht der Bundespräsident hat! In Preußen hätte es keine Proteste gegen Moscheen und kein Plebiszit über Minarette gegeben. Seit dem Potsdamer Edikt des Großen Kurfürsten von 1685 über die Aufnahme der in Frankreich verfolgten Hugenotten stand Brandenburg-Preußen für Religionsfreiheit und weitgehendes Asylrecht. „Wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land peuplieren, so wollen wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen“, lautet eine viel zitierte Bemerkung Friedrichs. Die während des Siebenjährigen Krieges angeworbenen Bosniaken etwa erhielten nicht nur Wohnungen und Gebetsräume in Potsdam, sondern auch einen eigenen Heeres-Imam.

Allerdings hat Wulff in seiner Rede die Bedingungen unterschlagen, die Preußen seinen Zuwanderen stellte. Als 1732 die ersten von insgesamt 20 000 verfolgten Salzburger Protestanten nach Preußen kamen, erkundigte sich König Friedrich Wilhelm I., Friedrichs Vater, bei dem sie begleitenden Kommissar: „Sind liederliche Leute dabei? Solche, die sich besaufen oder der Völlerei ergeben?“ Liederliche oder gar kriminelle Leute wollte Preußen nämlich nicht, und da dieser Staat seiner nicht spotten ließ, kamen auch keine. Jedenfalls haben keine Hugenotten-Clans in Berlin mit Drogen und Prostituierten gehandelt, Schutzgeld erpresst und, wenn schon mal gegen sie ermittelt wurde, Justizbeamte bedroht. Kein Jugendgangs aus den Vierteln der Salzburger Protestanten machten nachts die Straßen unsicher und stürzten sich mit „Scheiß Preußen!“-Rufen auf Einheimische. Niemand kam nach Preußen mit der Idee im Kopf, sich sein Leben vom Staat sozialfinanzieren zu lassen, weil er keine 24 Stunden später wieder draußen gewesen wäre. Kurzum: Die preußische Einwanderungspolitik war in der Tat vorbildlich.

Das erwähnte Wulff leider nicht. Immerhin lobte er Friedrichs Maxime, in seinem Land dürfe „jeder nach seiner Facon selig werden“. Auch da vergaß der Bundespräsident freilich, darauf hinzuweisen, dass diese heutzutage ja vor allem ins Politische zu erweiternde Toleranz in seinen Kreisen gegenüber jenen deutlich nachlässt, die rechts von der CDU stehen.
...
Bundespräsident im historischen Kontext: Christian Wulff, preußisch gesehen - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/wulff-unter-druck/bundespraesident-im-historischen-kontext-christian-wulff-preussisch-gesehen_aid_706938.html





24. Januar 2012

Jan Fleischhauer hat via "Spiegel online" auf die inzwischen zwar stets bestrittenen, indessen mit Händen zu greifenden Unterschiede der Nationalcharaktere hingewiesen und sich dabei eines steilen Exempels bedient: Ob sich jemand vorstellen könne, dass ein Unglücksmanöver wie jenes der "Costa Concordia" inklusive anschließender Fahrerflucht auch einem deutschen oder britischen Schiffsführer unterlaufen wäre? Man kenne den vom Kapitän verkörperten Typus aus dem Strandurlaub: ein Mann der großen Geste und sprechenden Finger. Im Prinzip harmlos, man sollte ihn nur nicht zu nahe an schweres Gerät lassen. Soweit Fleischhauer.

Nun ist heutzutage sofort jeder gern beleidigt, wenn mehr oder minder statthaft verallgemeinert wird (das Augenzwinkern dabei sieht nie jemand), weshalb sich immerhin u.a. der italienische Botschafter beschwerte. – Womit wir wieder bei den Nationalcharakteren wären: Ein deutscher Botschafter, so viel dürfte sicher sein, hätte sich im umgekehrten Fall nicht beschwert. Der Deutsche ist das Bespöttelt- und Angepinkeltwerden nämlich schon von daheim gewohnt.

источник.