April 29th, 2020

le_trouver

(no subject)

Während sie, sei's aus guten und richtigen oder schlechten und falschen Gründen, sei's teils-teils und kreuzweise, mit ihrem undifferenzierten Vorgehen die deutsche Wirtschaft lahmlegt, kündigt die Bundeskanzlerin ein "umfassendes Maßnahmenpaket" mit Investitionen in klimafreundliche Infrastrukturen und eine "angemessene CO2-Bepreisung" an, um beim Klimaschutz – das Eselswort nicht nur des Jahres, sondern womöglich des Äons – voranzukommen (Wie wäre es mit der Berufsbezeichnung "Klimaguard"?). Dazu passt, dass Leser ***, wahrscheinlich gefangen in der Schleife der Ewigen Samstagswiederkehr, "einmal Lust auf große Zahlen" bekam und ein "Rechenexempel" anstellte:

"Die Verschuldung Deutschlands beträgt, wenn man die aktuellen Zusagen Deutschlands an die EU, die 'Target2'-Salden und die ohnehin schon vorhandene Staatsverschuldung betrachtet, etwa € 4.000.000.000.000, entsprechend im Schnitt ca. € 50.000 pro Kopf, der schon länger hier ist. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Besitz im Land Hitlers und Merkels liegt ebenfalls bei ca. € 50.000.
Unter Abzug von Verbindlichkeiten liegt der Pro-Kopf-Besitz des teutonischen Durchschnittsuntertanen also ungefähr bei null – für Sie auf bayrisch: nix. Oder habe ich mich verrechnet?"

Ich habe es hier schon mehrfach zitiert und tu' es ungern-gern wieder: Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, bekannte im November 2010 gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung: "Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. (...) Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun."

Und wo umverteilt wird, muss etwas genommen werden. Bis unsere Klimaguards ganz viele Bodyguards brauchen (sie ahnen heute noch nicht einmal, gegen wen).