April 12th, 2021

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Гаага рин.

Гаагарин-Тугарин, а про ещё одну персону никто из вас не вспоминает: артистке Галочке "советской Одри Хэпберн" Беляевой в этом месяце исполнится ровно 60 лет.

Как и хрущёбской денежной реформе.
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Голландский "Потёмкинд".

Die De Zeven Provinciën war ein Küstenpanzerschiff (niederländisch: Pantserschip) der niederländischen Marine, welches vor dem Ersten Weltkrieg in Dienst genommen wurde, in der Zwischenkriegszeit hauptsächlich auf Kolonialstation in Niederländisch-Indien stand und das im Zweiten Weltkrieg infolge von Luftangriffen und Grundberührung in Verlust geriet.

Die Hauptartillerie der De Zeven Provinciën bestand aus zwei von Krupp gelieferten 28-cm-Schnellfeuergeschützen L/42,5. Diese Kanonen standen in je einem rund 195 Tonnen schweren Einzelturm vor und achtern der Aufbauten. Die Geschütze waren in der Lage, eine 302 Kilogramm schwere, panzerbrechende Granate über eine maximale Distanz von 16.100 m zu feuern, wobei die Feuergeschwindigkeit bei etwa zwei Schuss pro Minute lag. Es waren dies die schwersten Granaten, die je von einem niederländischen Kriegsschiff aus verschossen wurden. Ferner verfügte das Schiff über vier ebenfalls von Krupp produzierte und mit Turmschilden versehene 15-cm-Kanonen L/40, die in je zwei Schwalbennestern auf beiden Seiten des Rumpfes untergebracht waren. Das Geschossgewicht lag bei 44,9 Kilogramm, die Reichweite betrug rund 13.700 m.

Die leichtere Bewaffnung bestand aus zehn einzeln lafettierten und auf dem Hauptdeck stehenden 7,5-cm-Kanonen L/55 (je fünf Geschütze konnten nach einer Schiffsseite hin feuern) und zwei 3,7-cm-Schnellfeuerkanonen L/23 des Modells Hotchkiss, die beiderseits der Kommandobrücke standen. Daneben befanden sich zwei Maschinengewehre 08 und ein Mörser für Landeoperationen auf dem Schiff. Das Schiff hatte keine Torpedobewaffnung.

Die ursprüngliche Bewaffnung des Schiffes wurde ab 1935 nach und nach reduziert. Bis Anfang 1941 kamen alle 15-cm-Geschütze sowie die 7,5-cm-Kanonen und alle leichteren Waffen von Bord. Stattdessen erhielt es bis Anfang 1942 sechs 4-cm-Flak L/60 von Bofors (in Einzellafetten) und sechs schwere 12,7-mm-Fla-Maschinengewehre in drei Zwillingslafetten.

Die Meuterei auf der De Zeven Provinciën im Jahr 1933

Vorgeschichte und Ursachen

Zu Beginn der 1930er Jahre verschlechterte sich im Kontext der Weltwirtschaftskrise auch die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Niederlande und seiner Bürger. Eine Folge hiervon war, dass auch der Koninklijke Marine Einsparungen – auch Soldkürzungen – auferlegt wurden. Als im Januar 1933 bekannt wurde, dass die Seeleute der auf Kolonialstation stehenden Schiffe Kürzungen von bis zu 18 Prozent hinnehmen mussten (in zwei aufeinanderfolgenden Schritten), gab es erste Unmutsbekundungen, die unter anderem fast zu einer Meuterei an Bord des Leichten Kreuzers Java geführt hätten und die auch Protestdemonstrationen im Hafen von Surabaya nach sich gezogen hatten. Auch an Bord der De Zeven Provinciën, die zu diesem Zeitpunkt mit einer gemischten Besatzung aus 141 niederländischen und 256 indonesischen Seeleuten fuhr, war die Situation angespannt, besonders unter den indonesischen Mannschaftsdienstgraden. Diese Stimmung wurde dadurch begünstigt, dass die Qualität des Essens an Bord vergleichsweise schlecht war und dass unter den indonesischen Seeleuten auch nationalistische Sympathisanten der Perserikatan Nasional Indonesia (PNI) waren (siehe hierzu die Vorgeschichte des Indonesischen Unabhängigkeitskrieges).

Der Beginn der Meuterei

Am Abend des 3. Februar 1933 lag die De Zeven Provinciën vor Banda Aceh auf Sumatra vor Anker. Der Kommandant, Kapitein-luitenant ter Zee P. Eikenboom, sowie der Großteil der Offiziere und der Mannschaften befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf Landgang, so dass die Besatzung sich an jenem Abend aus (noch) 16 Offizieren, 34 europäischen Seeleuten und 140 Indonesiern zusammensetzte. Etwa gegen 1.00 Uhr nachts, die Schiffsführung befand sich noch nicht wieder an Bord, überwältigten etwa 50 indonesische Seeleute die noch an Bord verbliebenen niederländischen Offiziere und brachten zahlreiche Schusswaffen und Bajonette unter ihre Kontrolle. Während des Aufstandes gab es an Bord indessen keine Toten oder Verletzten, die Offiziere wurden ohne Gegenwehr unter Deck eingesperrt. Die Meuterer, denen sich alsbald der überwiegende Teil der niederländischen Mannschaftsdienstgrade anschloss, setzten gegen 3.00 Uhr einen offenen Funkspruch ab, in welchem sie erklärten, dass niemand zu Schaden kommen werde, dass man nach Surabaya zu laufen beabsichtige und dass mit dem Unterfangen gegen die Soldkürzungen protestiert werden solle. Im Anschluss wurden die Anker gelichtet und das Schiff nahm Kurs auf die Straße von Malakka. Es zeigte sich, dass die indonesischen Mannschaftsdienstgrade, die von den festgesetzten Offizieren nicht eingewiesen wurden, Probleme mit der Bedienung der Maschine hatten. Infolgedessen erreichte die De Zeven Provinciën eine Geschwindigkeit von nur 7 bis 8 kn.

Die Niederschlagung der Meuterei

Als der Kommandant der De Zeven Provinciën, Kapitein-luitenant ter Zee P. Eikenboom, am Morgen des 4. Februar 1933 vom Landgang zurückkehrte und feststellen musste, dass das Schiff ausgelaufen war, nahmen er und neun seiner Offiziere sowie lokale Polizeieinheiten an Bord des kleinen Patrouillenbootes Aldebaran die Verfolgung auf. Beinahe zur gleichen Zeit setzte die niederländische Flottenführung, in Absprache mit dem Generalgouverneur Niederländisch-Indiens, Bonifacius Cornelis de Jonge, von Surabaya aus einen Flottenverband, bestehend aus dem Leichten Kreuzer Java, den Zerstörern Evertsen und Piet Hein sowie zwei U-Booten, auf das Meuterer-Schiff an.

Am Morgen des 10. Februar 1933 stellte dieses Geschwader die De Zeven Provinciën etwa zwölf Seemeilen nordwestlich der Sundastraße. Ein Bordflugzeug des Typs Fokker C.XI-w des Kreuzers Java überflog das Panzerschiff und warf diesem eine Bombe vor den Bug. Die Meuterer wurden ultimativ aufgefordert, innerhalb von zehn Minuten eine weiße Fahne zu setzen und sich zu ergeben. Nachdem seitens der Meuterer bekundet worden war, dass man sich nicht zu ergeben beabsichtige und zwecks des Protestes dennoch nach Surabaya zu laufen gedenke, überflog die Bordmaschine der Java das Panzerschiff erneut und warf eine 100-Kilogramm-Bombe ab. Die Bombe schlug zwischen der Kommandobrücke und dem vorderen Schornstein ein. Durch die Explosion wurden 19 Menschen sofort getötet (darunter auch die indonesischen Anführer der Meuterei) und elf verwundet, zudem brach ein Feuer an Bord aus. Von den Verletzten verstarben indessen später noch vier im Lazarett, so dass insgesamt 23 Todesopfer zu beklagen waren. Im Durcheinander nach dem Bombentreffer enterte ein Kommando des Kreuzers Java das Schiff, ohne dass es zu einem weiteren Waffeneinsatz kam. Die überlebenden Meuterer wurden von Bord gebracht und vorerst auf der Java eingesperrt. Die De Zeven Provinciën wurde, von den anderen Schiffen eskortiert, nach Surabaya verbracht und dort, mit dem Beginn der Reparatur der durch das Feuer und den Bombentreffer entstandenen Schäden, noch im Februar 1933 vorerst außer Dienst gestellt.

Folgen

In der Folgezeit wurden 40 Meuterer von niederländischen Militärgerichten zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Prozesse zogen sich bis ins Jahr 1934 hinein. Auch der Kommandant der De Zeven Provinciën, Kapitein-luitenant ter Zee P. Eikenboom, und mehrere seiner Offiziere wurden wegen Pflichtvernachlässigung – da sie nach dem Landgang nicht noch am gleichen Abend, sondern erst am nächsten Morgen zum Schiff zurückgekehrt waren – zu Haftstrafen verurteilt; Eikenboom selbst erhielt vier Monate Haft und wurde zudem aus der Marine entlassen. Ferner erfuhr die Meuterei einen starken Widerhall in der niederländischen Politik. Während Politiker des rechten Spektrums, etwa Hendrikus Colijn, eine noch härtere militärische Vorgehensweise und gar eine Versenkung des Schiffes für gerechtfertigt gehalten hätten, erklärten kommunistische Politiker, beispielsweise Henk Sneevliet, ihre Solidarität mit den Meuterern. Dies hatte zur Folge, dass die niederländische Marine in den nachfolgenden Jahren Seeleute, die verdächtigt wurden, sozialistischen oder kommunistischen Gruppen anzugehören, vom Dienst suspendierte. Die De Zeven Provinciën selbst wurde, da der Name des Schiffes ebenfalls an eine Revolution erinnerte (die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen war aus einer Revolte gegen Philipp II. von Spanien im Jahre 1581 hervorgegangen), in Soerabaia umbenannt und blieb bis 1936 in Surabaya liegen.

Die Nationaal-Socialistische Beweging (NSB) nutzte die Meuterei für ihre Propaganda. Sie sah bzw. behauptete einen Anschlag auf die Niederländische Flotte und zugleich auf das niederländische Kolonialreich. Große Teile der niederländischen Bevölkerung teilten diese Sicht, auch vor dem Hintergrund, dass es 1926/27 auf Java und Sumatra kommunistische Aufstände gegeben hatte, die erst nach schweren Kämpfen niedergeschlagen worden waren.