July 5th, 2021

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К эволюции смыслов.

Перефразируя выражение "бои на финско-китайской границе" в "бои на польско-монгольской границе" сообразил: так ведь это уже было.
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1904

verwalteten 280 deutsche und 50 eingeborene Beamte das gesamte Deutsch-Ostafrika, eine Kolonie, in der acht Millionen Afrikaner lebten und die fast doppelt so groß wie das Deutsche Kaiserreich war (natürlich hat man vielerorts die Existenz einer Kolonialmacht überhaupt nicht bemerkt). Bis 1913 stieg die Zahl der Beamten auf 737. Die Militärpräsenz war vergleichbar niedrig: 1913 befehligten 68 Offiziere 134 deutsche und 2472 einheimische Soldaten. In Deutsch-Kamerun waren 1913 66 Offiziere und 118 Soldaten stationiert, ergänzt um 1650 einheimische Soldaten und 1000 einheimische Polizisten.

Die deutschen Kolonisatoren brachten den Fortschritt. Sie erschlossen Land, bauten Straßen, Bahnlinien, Häfen, Krankenhäuser und Schulen, errichteten stabile Verwaltungen und bildeten einheimische Beamte aus. Zwischen 1894 und 1913 verdreifachte sich der landwirtschaftliche Umsatz in Deutsch-Ostafrika. Die 1250 Kilometer lange Bahnlinie vom Tanganyika-See nach Dar-es-Salaam ist noch heute eine wirtschaftliche Hauptachse in Tansania und die Verbindung nach Sambia. In Kamerun wurden bis 1913 beinahe 600 Kakaoplantagen gegründet; außerdem ließen die Deutschen Gummiplantagen anlegen, um die wilde Ernte von Gummibäumen zu beenden. Gummi- und Kakaoexport wurden zur Haupteinnahmequelle von Deutsch-Kamerun. Es bildete sich eine schwarze Mittelklasse aus Produzenten und Händlern. In Togoland, dessen Transportsystem zuvor aus Trägern und Einbaumpaddlern bestand, errichteten die Deutschen 1000 Kilometer Straßen, drei Eisenbahnlinien und einen Hafen in Lomé.

In Deutsch-Ostafrika eröffnete die Kolonialverwaltung von 1902 bis 1914 99 öffentliche Schulen und 1800 Missionarsschulen. Vergleichbares vollzog sich in den anderen Kolonien. Das war ein für die damalige Zeit außergewöhnliches Investment einer Kolonialverwaltung in die Bildung und die geistigen Fähigkeiten eines Untertanenvolkes (man begreift, warum Hitler ein Gegner des Kolonialismus alter Prägung war). „Die Deutschen haben Wunder vollbracht”, hieß es in einem Bericht der Briten von 1924 über die Bildungspolitik in den Kolonien.

Der Missionar Ernst Bürgi veröffentlichte zwanzig Bücher über das Land und die Sprache der Ewe, womit er „mehr zur Vereinheitlichung der Dialekte der Ewe-Sprecher in Togo und Ghana beigetragen als jeder andere”, wie ein Historiker konstatierte. 1896 erließ der Ostafrika-Gouverneur Herman von Wissman Gesetze, um die Wilderei auf Elefanten zu verbieten und die ersten Reservate zu schaffen. Der Naturkundler Carl Georg Schillings schlug die Errichtung von Naturschutzparks vor; die heutige Serengeti ist ein Resultat dieser Bestrebungen.

Im Jahr 1898 pachtete das Kaiserreich die nordchinesische Hafenstadt Quingdao auf 99 Jahre. Modernisierer aus ganz China besuchten die Musterkolonie („das deutsche Hongkong”). Chinesische Provinzgouverneure lobten die deutsche Verwaltung und kopierten deren Methoden. Das gewöhnliche Volk wanderte in Scharen ein. Der erste Präsident des modernen China, Sun Yat-Sen, erklärte: „In dreitausend Jahren hat China in Quingdao nicht geschafft, was die Deutschen in fünfzehn Jahren geschafft haben.”

Den Kolonialhaushalt, den der Reichstag 1914 verabschiedete und der umfassende Reformen für die medizinische Versorgung, die Ausbildung, die Eigentumsrechte, die Mindestlöhne und Arbeitszeitbegrenzungen der Einheimischen vorsah, nannte der Historiker Woodruff D. Smith in seinem Buch „The German Colonial Empire” (1978) „die umfassendste Erklärung einer Kolonialmacht über ihre selbstauferlegte Verantwortung gegenüber den Kolonialvölkern und der Begrenzung der Kolonialmacht”.
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Der größte humanitäre Beitrag der Deutschen

war die Heilung der afrikanischen Schlafkrankheit, einer durch die Tsetse-Fliege verbreiteten Seuche, die allein in Ostafrika im Jahr 1903 bis zu einer Million Menschen dahinraffte. Robert Koch gelang 1910 der Durchbruch bei der Bekämpfung des Erregers vermittels synthetisch hergestellter Chemikalien. 1916 entwickelte Bayer den ersten Impfstoff: „Germanin”. Allein aufgrund dieser medizinischen Errungenschaft, schreiben die ghanaischen Historiker Isaac Brako und Seth Peter Frimpong, könne man „die deutsche Präsenz in Afrika als völlig gerechtfertigt bezeichnen”.

Wohin die Deutschen ihre Stiefel setzten, beendeten sie die Sklaverei. In Deutsch-Kamerun etwa wurde die Sklaverei 1895 abgeschafft, bis 1900 war sie völlig verschwunden. Die Zahl der Sklaven in Ostafrika unter deutscher Herrschaft fiel von ca. einer Million anno 1890 auf ca. 200.000 im Jahr 1914; in den 1920er Jahren war sie verschwunden. 2017 schrieben zwei Forscher aus Tansania: „Die althergebrachte Sorge um persönliche Sicherheit vor Sklavenhändlern und vor Stammeskriegen wich einer neuen Normalität.”

Das Handelsvolumen aller deutschen Kolonien überstieg nie mehr als 0,5 Prozent des gesamten Handels des Deutschen Reiches; die These, das Reich habe die Kolonien „ausgeplündert”, ist schwer zu halten. Eher war der Kolonialismus für das Kaiserreich ein Verlustgeschäft. Symptomatisch ist Bismarcks Stoßseufzer: „Ich will nichts von neuen Landgewinnen hören, ich will wirtschaftliche Erfolge in Ostafrika sehen.” In Deutsch-Neuguinea überstiegen die Verwaltungskosten die Gewinne teilweise um das Achtfache. Togoland sei neben Deutsch-Samoa die einzige Kolonie gewesen, die 1914 nicht mehr aus Berlin subventioniert werden musste, notiert Gilley: „Der größte Effekt des deutschen Kolonialreiches war es, das Leben der Einheimischen zu verbessern.”
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Wären die fremden Herrscher unpopulär oder verhasst gewesen,

hätte es nicht so viele Beispiele für die Anhänglichkeit der Einheimischen gegeben. Das zeigte sich vor allem während der Loyalitäts-Nagelprobe des Ersten Weltkriegs. Heinrich Schnee, der letzte Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, beschreibt in seinen Erinnerungen die unermüdlichen Anstrengungen der afrikanischen Soldaten und Helfer im Kampf gegen die Truppen der Entente. Die tapferen, meistens muslimischen schwarzen Askari, kämpften bis zum 23. November 1918 weiter, bis nach der Kapitulation. Der Begriff „Askaritreue” wurde damals sprichwörtlich. Spätere, ganz und gar unheroische, zur Kollaboration mit jeder Art von Zeitgeist bereite Historiker schmähten sie als „Kollaborateure”.

In Deutsch-Kamerun verloren Briten und Franzosen bei ihrem ersten Angriff auf Jaunde (die heutige Hauptstadt Yaoundé) 900 Soldaten. Als die Kolonie schließlich erobert wurde, flohen über 6.000 einheimische Soldaten und 12.000 andere Eingeborene – da es sich um eine deutsche Kolonie handelte, ist man geneigt zu sagen: Zivilisten – sowie 117 Häuptlinge samt Gefolge mit den Deutschen aus Kamerun nach Spanisch-Guinea. Weitere 20.000 Kameruner, die den Kolonisatoren ins Exil folgen wollten, wurden von den spanischen Behörden zurückgewiesen. „Unsere Liebe und Treue sind unverbrüchlich”, schrieben die 117 Häuptlinge in einem Brief an den spanischen König. „Wir hegen nur einen Wunsch: mit der deutschen Regierung nach Kamerun zurückzukehren.”

Als ihr Anführer Samuel Maharero 1923 starb, hielten die Herero ein deutsches Staatsbegräbnis für ihn ab und präsentierten sich als deutsche Reichsbürger. „Für die Herero war die Beerdigung Mahaheros das größte soziale und politische Ereignis seit dem Krieg, das für sie den Beginn einer neuen Ära markierte. Sie zeigten sich wieder als sich selbst verwaltende politische Gemeinschaft“, liest man in der Wikipedia unter Berufung auf einen führenden deutschen Kolonialschuldbewirtschafter. In deutschen Uniformen, die bei den Herero auch nach der Kolonialzeit große Beliebtheit genossen, zeigten sie sich als Selbstverwalter – das muss man nicht weiter kommentieren.

Martin Diobobe, der als 20jähriger aus Kamerun nach Deutschland kam und sich dort zum „Zugführer Erster Klasse” emporarbeitete, versicherte im Mai 1919 in einem Schreiben an den letzten deutschen Kolonialminister Johannes Bell, der „einzige Wunsch der Eingeborenen” sei es, „deutsch zu bleiben”. Am 19. Juni 1919 sandte Diobobe „als berufener Vertreter der Duala Leute aus Kamerun“ eine gleichlautende „Eingabe der in Deutschland lebenden Afrikaner an die Nationalversammlung”; sie schloss mit der Aufforderung, dieses Schreiben in allen Zeitungen zu veröffentlichen, „damit die Bevölkerung weiß, wir sind reichstreu”. Auch der Bund der deutschen Togoländer wandten sich an den Völkerbund, um eine Rückkehr zur deutschen Kolonialherrschaft zu fordern.

Обычный путь коммуниста



Самая банальная и очень показательная биография — cначала орден Ленина, потом расстрел.

Варвара Николаевна Яковлева — деятель российского революционного движения.

Родилась в семье купца еврейского происхождения.

Участвовала в студенческом движении. В 1904 году вступила в РСДРП, примкнув к большевикам. Работала в Москве в качестве пропагандиста и организатора. В 1905 году принимала участие в московском вооружённом восстании.

Арестована, сидела в Бутырке.
Сбежала за границу.
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Студенты (аспиранты) "на картошке" — воспоминания современников


Студенты на картошке


Елена Маслова (Приморский край, 1981):

В колхозе заболел гепатитом "А" почти весь наш курс (абитура) университета. Жили в деревушке, спали на нарах с самодельными топчанами из соломы. Постель, правда, выдали. Вода - из колодца, ели под навесом. Туалет на улице один на всех. Воду грели в ведрах кипятильником, в баню просились к местным. Из медицинского обеспечения были только аптечки, собранные мамами, и рядом в отдельном доме жила "медичка" - студентка 3-го курса мединститута, у которой даже градусника не оказалось. Я была в числе первых заболевших, поэтому оказалась ещё с подругой в районной инфекционной больнице. У меня, как сказали, была легкая форма гепатита, ничего не болело, поэтому не лечили ничем. Подруге было плохо, ей капали только глюкозу. Зато кормили вкусно, в холле был телевизор (смотреть разрешали сколько угодно). Палаты были обычные, не боксы, а через холл рядом лежали дизентерийные. Их кормили после нас. Приезжала ко мне мама, впервые (осенью!) накормила нас фруктами. Через 21 день меня выписали, и я уехала домой поездом, еле-еле вырвав в кассе билет на ночной поезд. Дома мама положила к себе в больницу и начали наконец-то лечить. С тех пор проблемы с печенью навсегда.
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