le_trouver (le_trouver) wrote,
le_trouver
le_trouver

Geneigte(r) Leser*_inx, lenken Sie Ihre geschätzte Aufmerksamkeit bitte auf diese Gegenüberstellung.



Was, frage ich, ist falsch?

Genau. Der Täter mit Axt und Machete mag unter psychischen Problemen leiden – es klingt nach "Scheidung auf afghanisch" (und wenn: Irgendwas wird sie schon gemacht haben) –, doch seine Tat ist eindeutig rechts. Aus dreierlei Gründen. Erstens handelt es sich um einen Mann, keinen alten weißen zwar, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Zweitens ist Gewalt immer rechts, wie der SPD-Denker R. Stegner statuiert und nachgewiesen hat. Drittens fällt mir gerade nicht ein, geht aber in diese Richtung.

Man mag jetzt einwenden, dass Rassismus als Tatmotiv nicht in Frage kommt (aber Sexismus = rechts!), denn die Verwendung von Axt und Machete deutet darauf hin, dass der Traumatisierte noch nicht länger hier lebt, mithin eher selber Opfer zumindest von strukturellem Rassismus wurde, der immer von der Mehrheitsgesellschaft ausgeht und niemals umgekehrt, wie zum Beispiel dieses Rechtleitungsportal von Hochbegabten für Hochbegabte vorbildlich darlegte:

"Der Rassismusvorwurf wird von unten nach oben erhoben: Menschen die unterdrückt werden, zeigen diese Unterdrückung auf. Die Unterdrückenden sind dabei in der Mehrheit, sonst würde sich die Situation gar nicht erst ergeben."
(Deswegen gab es auch keinen Rassismus in Südafrika, bevor Mandela ihn dort nolens volens etablierte.)

Rassismus führte indes den Abzugsfinger des Amokläufers rechten Hasstäters von Hanau, der ein Mitglied der einstweilen noch Mehrheitsgesellschaft war, von der er immerhin ca. die Hälfte zu opfern sich bereiterklärte (und er fing ja bei sich und seiner Mutter damit wiedergutmachungserheischend an). Nachdem das BKA kurzzeitig den falschen Anschein erweckt hatte, man habe keinen Beleg dafür gefunden, dass Tobias Rathjen ein Rechtsextremist gewesen sei oder wenigstens Kontakte zur rechtsextremen Szene, wie man sagt, unterhielt, macht nun dessen Chef Holger Münch deutlich, dass er die Lektion aus dem Fall des Hans-Georg Maaßen verstanden hat. Wenn alle Parteien des antifaschistisch-demokratischen Blocks und sämtliche Wahrheits- und Qualitätsmedien der demokratisch ermittelten Ansicht sind, dass der Mordschütze ein Rechter war und die AfD mitgeschossen hat, kann sich nicht irgendein Kriminaler hinstellen und das Gegenteil behaupten. Das wäre ja so, als würde ein Verfassungsschützer flunkern, es habe in Chemnitz nach dem bedauerlichen Zwischenfall mit zwei Schutzsuchenden gar keine "Hetzjagden auf Ausländer" gegeben.


PS: "Das grundlegende Problem hinter der Straftat eines Migranten ist die politische Verantwortung dafür", sagte übrigens der Herr Maaßen gelegentlich. Man sieht, ihm wurden Schild und Schwert der Altparteien zu recht entwunden. Der Große Vorsitzende sprach: "Bestrafe einen, erziehe tausend." Der kleine BKA-Vorsitzende hat's sofort kapiert.

PPS: Alles Gute, Wahre und Schöne zu den notwenigen und gerechtfertigten Kosmetikmaßnahmen an der BKA-Einschätzung hat, diesmal schon wieder besonders schön, Alexander Wendt gesagt.

PPPS: Der Abschlussbericht wird nach letzter Auskunft des BKA erst in Wochen bzw. gar Monaten vorliegen; insofern ist Herr Münchhausen gar nicht genug dafür zu preisen, dass er das gewünschte Ergebnis schon kennt & durchsticht.

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