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BERLIN. Deutsche sind deutlich häufiger Opfer von Straftaten mit ausländischen Tatverdächtigen als umgekehrt. 2019 klärte die Polizei rund 70.000 Fälle auf, bei denen mindestens ein deutscher Tatverdächtiger beteiligt und mindestens ein Ausländer Opfer war. Demgegenüber standen circa 130.000 Straftaten, bei denen mindestens ein Nichtdeutscher kriminell gegen einen Deutschen handelte, ergab eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Stephan Brandner an die Bundesregierung, die der JUNGEN FREIHEIT vorliegt.

Der Ausländeranteil hatte 2019 etwa 12,5 Prozent betragen. Zahlen für 2020 liegen derzeit noch nicht vor, da die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) voraussichtlich erst im April verfügbar sei, hieß es in der Antwort des Bundesinnenministeriums. Betrachtet wurden in der Auswertung lediglich aufgeklärte Fälle. Außerdem erfolgt eine Opfererfassung in der PKS „grundsätzlich nur bei strafbaren Handlungen gegen höchstpersönliche Rechtsgüter (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle Selbstbestimmung“.

Mehr als 35.500 Zuwanderer unter Tatverdächtigen
Der AfD-Politiker wollte auch wissen, wie hoch der Anteil von Zuwanderern unter den Tatverdächtigen bei Fällen ist, in denen Deutsche Opfer waren. Diese Gruppe wird in der PKS definiert als Personen mit dem Aufenthaltsstatus Asylbewerber, Schutz- und Asylberechtigter, Kontingentflüchtling, Geduldeter oder wer sich unerlaubt in Deutschland aufhält. Hierbei registrierte die Polizei 2019 rund 35.500 Fälle. Am häufigsten stammten die Tatverdächtigen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Bei Tötungsdelikten gab es in dem Jahr 248 Fälle mit einem Deutschen als Tatverdächtigen und einem Ausländer als Opfer. Umgekehrt summierten sich die Zahl solcher Taten auf 356. Auch bei Vergewaltigungen, sexueller Nötigung oder Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung registrierte die Polizei deutlich mehr Ausländer, die sich an Deutschen vergingen (1,791), als umgekehrt (458). Ähnliches galt für Körperverletzungen.

„Staat muß seine Bevölkerung vor vermeidbarer Kriminalität schützen“
Brandner forderte gegenüber der JF mit Blick auf die Zahlen: „Zu einer effizienten Bekämpfung von Kriminalität gehört es, Statistiken ernst zu nehmen und sie nicht schön zu reden, wie es die Bundesregierung stets tut.“ Auch bemängelte der AfD-Politiker, daß deutsche Opfer von Ausländerkriminalität zu wenig im Fokus der Öffentlichkeit stünden. Es sei aber „die Pflicht eines Staates, seine Bevölkerung vor vermeidbarer Gewaltkriminalität zu schützen“. Kriminelle Asylsuchende müßten daher zeitnah abgeschoben werden. „Sie haben ihr Recht auf Schutz verloren.“

Die Antwort auf eine weitere AfD-Anfrage aus der vergangenen Woche hatte ergeben, daß die Zahl verurteilter ausländischer Straftäter in den vergangenen Jahren deutlich zunahm. Im vergangenen Jahrzehnt wuchs sie um 51 Prozent. Am häufigsten waren Türken, Rumänen, Polen, Italiener, Serben, Iraker und Russen darunter. (ls)
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