le_trouver (le_trouver) wrote,
le_trouver
le_trouver

Als das Gastarbeiter-Anwerbeabkommen mit der Türkei unterzeichnet wurde, herrschte in Westdeutschland Vollbeschäftigung.

Vorausgegangen war ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum, das anno 1955, im wachstumsstärksten Jahr der deutschen Geschichte, den Begriff „Wirtschaftswunder” hervorbrachte.

Die Investitionen waren von 1952 bis 1960 um 120 Prozent, das Bruttosozialprodukt um 80 Prozent gestiegen.

Die deutsche Automobilindustrie hatte ihre Produktion zwischen 1950 und 1960 verfünffacht.

Industrie und Dienstleister konnten innerhalb weniger Jahre zwei Millionen Arbeitslose sowie die Arbeitsfähigen unter den acht Millionen Vertriebenen und den 2,7 Millionen Menschen, die aus der DDR geflohen waren, in Lohn und Brot bringen.

Im Jahr des Anwerbeabkommens lag die Arbeitslosigkeit unter einem Prozent, eine absurd niedrige Quote, die tatsächlich einen akuten Arbeitskräftemangel beschreibt.

Kein muslimischer Gastarbeiter war an diesem Aufschwung beteiligt.

Nur weil das Land mitsamt seiner Industrie und Infrastruktur wieder aufgebaut war, konnte es überhaupt ausländische Arbeitnehmer beschäftigen.
Tags: deutsch
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